Finanzkrise in Walhall

24. Mai 2013

Alberich raubt den Ring. Gemälde von Hans Makart, 19. Jh.

Alberich raubt den Ring. Gemälde von Hans Makart, 19. Jh.

Die Bayreuther Festspiele, die im “Wagner-Jahr” 2013 besondere Beachtung finden werden, sind äußerlich auch ein kulturbeflissenes Schaulaufen von Reichen und Politikern. Auf der Bühne dagegen dürfte Frank Castorfs Inszenierung des „Ring des Nibelungen“ wieder der Geldgier und dem Machtwahn ans Bein pinkeln. Der Wagner des „Rings“ war entgegen gängigen Vorurteilen kein „Rechter“. Eher schon ein Anarchokommunist, der in damals schon materialistischen Zeiten eine Botschaft der Liebe und der Freiheit verkündete. (Roland Rottenfußer)
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Das drohende Ende der europäischen Kleinbauern

24. Mai 2013

Bei Landgrabbing denkt man eigentlich an Afrika, vielleicht auch an Südamerika. Eine Studie zeigt jedoch, dass es auch in Europa zu zweifelhaften Landaneignungen kommt. Die Autoren haben die Besitzverhältnisse europäischen Bodens untersucht. Dabei stellen sie eine zunehmende Konzentration fest – auch in Deutschland –, die u.a. auf eine falsche EU-Agrarpolitik sowie die Privatisierung ehemaligen Staatsbesitzes zurückgeht. Zudem erwerben internationale Investoren zunehmend europäisches Land. (Quelle: Telepolis)
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39170/1.html

«Kriegstreiber»: Proteste gegen Deutsche Bank

24. Mai 2013

Zu Beginn der Hauptversammlung der Deutschen Bank am Donnerstag in Frankfurt haben Kritiker dem Konzern vorgeworfen, zu den „Krisenprofiteuren“ zu gehören. Auch wurde während der Aktion bei der Rede von Vorstandschef Anshu Jain „Kriegstreiber“ gerufen. Dies spielt auf Geschäfte der Bank mit Rüstungsfirmen an. Die Protestierenden wurden von Sicherheitskräften aus dem Saal getragen. (Quelle: Neues Deutschland)
http://www.neues-deutschland.de/artikel/822244.aktion-gegen-kriegstreiber-proteste-gegen-deutsche-bank.html

Zum Tod von Georges Moustaki

24. Mai 2013

GeorgesMoustakiSeine Lieder wirkten immer ein wenig mediterraner als die seiner Pariser Kollegen: Georges Moustaki kam als Fremder und wurde einer der großen französischen Chansonniers.
http://www.zeit.de/kultur/musik/2013-05/nachruf-george-moustaki

Georges Moustaki: Le Métèque

24. Mai 2013

“Mit meiner Fresse eines Kanaken, eines umherirrenden Juden und griechischen Schafhirten …” Ein radikales, etwas selbstironisches und zutiefest poetisches Selbstporträt, das (fast) jedes Körperteil des Künstlers miteinbezieht. Dies ist alles andere als ein perfektes Video (Lautsprecher laut aufdrehen!), aber eines der schönsten Chansons Georges Moustakis, das seine Ausstrahlung gut rüberbringt. Moustaki stammt aus jüdisch-griechischer Familie und kam durch das Vorbild Georges Brassens zum Chanson. Er lernte Edith Piaf kennen und schrieb für sie das berühmte Lied “Milord”. “Ma liberté” gehörte zu seinen bekanntesten eigenen Chansons. Noch bis 2011 trat Moustaki noch regelmäßig öffentlich auf, letzter Abkömmling der großen alten Epoche des französischen Chansons. Gestern (23. Mai) verstarbt der Künstler. Er folgt damit Georg Kreisler, Franz Josef Degenhardt und Ludwig Hirsch, die alle drei im November 2011 gegangen sind. Traurig, dass es in letzter Zeit oft die Besten getroffen hat. Traurig auch, wenn es – wie bei Moustaki – in der schönsten Jahreszeit geschieht. “Es gibt niemals genügend Leben”, schrieb Moustaki in einem Text für den italienishen Künstler Pippo Pollina (“Leo”). Und in “Le Métèque” singt er, seine Seele habe nicht die geringste Chance, dem Fegefeuer zu entgehen. Bei einem Menschen, der so vielen so viel bedeutet hat, sind wir da optimistischer. Geh in Frieden, Georges!
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Der tückische Begriff «Chancengerechtigkeit»

23. Mai 2013

Selbst schuld: Chance nicht genutzt!

Selbst schuld: Chance nicht genutzt!

Wahlkampfzeiten sind Manipulationszeiten. Denn mit allen möglichen Tricks müssen die periodisch doch ein bisschen mächtigen Gering- und Normalverdiener davon abgehalten werden, Wahlentscheidungen in ihrem eigenen Interesse zu treffen. Die neoliberale “Initiative Neue Marktwirtschaft” startet deshalb zur Wahl eine Anzeigenkampagne, die die Wirksamkeit des populären Begriffs “Soziale Gerechtigkeit” zu verwässern sucht: u.a. durch die Reduktion auf “Chancengerechtigkeit” (siehe auch Artikel aus den “Nachdenkseiten”, ein Stück weiter unten auf dieser Seite). Chancengerechtigkeit ist das Gegenteil von “Wohlstand für alle”: eher ein vages Zukunftsversprechen – und die staatlicherseits ausgegossene Gnade, sich am ökonomischen Daseinskampf aller gegen alle beteiligen zu “dürfen”. Die Starken, Harten und Leistungsfähigen nutzen ihre Chance und stehen damit zu Recht auf der Sonnenseite; wer seine Chance jedoch nicht zu nutzen vermag, darf dann eben mal gerechterweise auf der Straße verrecken. Wie immer analyisiert Autor Holdger Platta akribisch und feinfühlig die Bedeutungen und perfiden Nebenbedeutungen winzigster Sprachschattierungen.
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Der weltweite deutsche Luftkrieg soll möglich werden

23. Mai 2013

Der angebliche Ausstieg der Bundeswehr aus dem Drohnenprojekt der Beobachtungsdrohne „Euro Hawk“ wird von Kriegsminister de Maiziére wie ein Akt der Vernunft, der Einsicht und Sparsamkeit dargestellt. Einblick in das Projekt hat jedoch nicht einmal der Bundesrechnungshof, dem jahrelang wie auch dem Parlament die Auskunft verweigert wurde. Näheres weiß nur das Bundesluftfahrtamt, das offenbar Schwierigkeiten machte – wegen der Sicherheit des Luftraums. (Quelle: Neue Rheinische Zeitung)
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19077

Sahra Wagenknecht über die Finanztransaktionssteuer

23. Mai 2013

wagenknecht_sahra_01In den letzten 40 Jahren haben Finanztransaktionen dramatisch zugenommen. Dies betrifft den Handel mit Aktien, Anleihen und Devisen, vor allem aber den Handel mit abgeleiteten Finanzprodukten (Derivaten), mit denen auf die Änderung von Zinsen, Kursen und Preisen spekuliert werden kann. Die Entstehung eines global vernetzten Finanzmarktes, die Beschleunigung des Handels und die Entwicklung zunehmend gefährlicher Finanzprodukte haben die Weltwirtschaft immer instabiler und krisenanfälliger gemacht. Rohstoffpreise, Aktien- oder Wechselkurse werden immer weniger durch reale Verhältnisse und immer stärker durch spekulative Erwartungen bestimmt. Ergebnis sind heftige Preisschwankungen, Spekulationsblasen und anschließende Crashs, oft mit fatalen Folgen für die reale Wirtschaft und die Lebensverhältnisse von Millionen Menschen. (Quelle: Nachdenkseiten)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=17252

Vom Hoffnungsträger zum kleineren Übel

23. Mai 2013

150 Jahre Sozialdemokratie: Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Aber der Mut zur Veränderung ist ihr unterwegs verloren gegangen. (Gregor Gysi, Quelle: Freitag)
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bau-auf-bau-ab

Die Bandbreite: Die Mafia

23. Mai 2013

Das Video, das visuell durch uncharmante Politiker-Karikaturen glänzt versucht auf die versteckte Macht der sog. Atlantik-Brücke hinzuweisen, einer gar nicht so geheimen Geheimgesellschaft, in der auch viele deutsche Politiker Mitglied sind. Daneben wird nach Hintergründen für die Morde an Barschel und Herrhausen sowie den Rücktritt von Wulff gesucht. Derartige Behauptungen werden nicht nur von der “Bandbreite” erhoben, es gibt sie schon länger, auch in Buchform. Nicht jede Verschwörungstheorie ist wahr, allerdings ist die Stigmatisierung des Begriffs “Verschwörungstheorie” natürlich auch eine PR-Strategie, um Menschen, die auf die Macht hinter den Kulissen hinweisen, einzuschüchtern und lächerlich zu machen.
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